Astrorunde jetzt am 24.09.21

Die Astrorunde ist um 1 Woche verschoben auf den 24. September. 
Der Vorstand hatte sich intensiv mit dem sehr teuren  Brunnenbau beschäftigen müssen 
und den Termin mental bereits 1 Woche verschoben, nicht jedoch auf der Homepage geändert. 
Wir entschuldigen uns bei den Sternfreunden, die sich umsonst auf den Weg gemacht hatten. 

Der Vorstand

Do

02

Sep

2021

1. HaTR am 21. August 2021

Die Sonne war um 9:45 Uhr noch leicht eingetrübt, als die ersten Gäste aus Backnang ihre Sonnenteleskope aufbauten. Sie waren heute Morgen schon zeitig aufgebrochen, um am 1. HaTr in diesem Jahr teilzunehmen. Wetterbedingt und aufgrund der Coronaregeln konnten wir bisher ein solches Treffen nicht stattfinden lassen. Weitere Gäste aus dem Rhein-Main-Gebiet und auch aus größerer Entfernung stellten sich nach und nach auf unserem Sternwartengelände ein. 

 

Etwa 15 Personen mit insgesamt 11 Teleskopen, darunter zwei Weißlichtteleskope, standen bereit, um die Sonnenoberfläche sowie Protuberanzen zu beobachten. Vom 40 mm Coronado bis 100 mm Lunt, mit oder ohne Doublestack, war alles vertreten. Extrem schmalbandige Filter unter 1 Angström zeichnen diese Teleskope aus und machen eine gefahrlose Sonnenbeobachtung möglich. 

 

Im Weißlicht war auf der Sonnenoberfläche eher nicht so viel los, aber mit den Sonnenteleskopen war am rechten Bildrand eine große Protuberanz zu erkennen, die sich zwar „nur“ etwa 40.000 km von der Oberfläche entfernte, dafür aber ungefähr 165.000 km lang erschien. Zum Vergleich, der Erddurchmesser beträgt im Mittel 12.742 km! Einige Versuche, die Protuberanz fotografisch einzufangen wurden getätigt, ein Handybild von unserem Sternfreund Marcel ist bei den Bildern eingefügt. 

 

Der Vergleich der Teleskope mit ihren unterschiedlichen Durchmessern und Brennweiten führte zu zahlreichen Gesprächen unter unseren Besuchern. Zeigte das eine Teleskop mehr Einzelheiten auf der Sonnenoberfläche, stellte das andere Protuberanzen schöner da. Auch Selbstbauten und Verbesserungen am Teleskop wurden bewundert. Interessant dabei war auch, wie manch einer die Sonne abschattete. Vom schwarzen Tuch über eine mit Klettband befestigte Blechblende bis zur durchaus wörtlich zu nehmenden Abschirmung konnte man den Erfindungsgeist der Teleskopbesitzer bewundern. 

 

Zum Mittag gab es die schon als Tradition zu bezeichnende Pizzabestellung. Nach und nach verließen uns die Sonnenfreunde und das 1. HaTr in diesem Jahr ging zu Ende. Es war schön mal wieder Freunde zu treffen, neue Bekanntschaften zu schließen und mit ihnen fachzusimpeln. Die anfänglich leichte Bewölkung verzog sich, gab den ungetrübten Blick auf die Sonne frei und machte diesen Vormittag mit einer großen Sonnenprotuberanz zu einem schönen Sonnenbeobachtungserlebnis. 

Mathias Reinhard

Bilderschau 1. H alpha Treff 2021

Mi

01

Sep

2021

Astronomische Momente 2021-September

Pferdekopf- & Flammennebel

 

Nahe beim linken Gürtelstern Alnitak und dem mittleren Alnilam befindet sich vor der Hintergrundbeleuchtung des Gasnebels IC434 ein Dunkelnebel mit der charakteristischen Form des Pferdekopfs. Oben in der Bildmitte liegt der Flammennebel.

 

Foto: Klaus Weinhold

Geo: Groß-Gerau, 23.03.2020 20:00 MEZ

Technik: Canon EOS 60D, Canon Lens  EF 100-400mm f/4.5-5.6L IS II USM, Brennweite 400mm Blende: F/5,6, Vixen GP2, 66 Bilder a 30sec  ISO 2500, Registax 6 & Photoshop

Mi

01

Sep

2021

Der Sternenhimmel im September 2021

Der Sternenhimmel im September 2021

 

Nach den hellen Sommernächten wird es im September wieder deutlich früher dunkel. Bereits gegen 21:30 Uhr kann man die meisten Sternbilder sehen. Senkrecht über uns fällt zuerst der helle Stern Wega auf. Wer später, wenn es ganz dunkel geworden ist, dort noch einmal hinschaut, wird auch das kleine rautenförmige Sternbild Leier erkennen, in dem Wega der hellste Stern ist. Wer die Leier nicht sieht, hat nicht Wega, sondern vielleicht den Stern Atair (Sternbild Adler) oder Deneb (Sternbild Schwan) im Visier. Wega, Atair und Deneb bilden zusammen ein großes Dreieck, das man „Sommerdreieck“ nennt.

 

Mitten im Sommerdreieck und etwas links davon findet man die kleinen Sternbilder Pfeil und Delfin. Sie haben beide keine hellen Sterne, aber da sie so klein sind, fallen ihre Figuren auf den ersten Blick auf. Jetzt macht sich auch die Milchstraße als fahl schimmerndes Band hoch über unseren Köpfen bemerkbar. Sowohl der westliche Teil des Himmels mit den herabziehenden Frühsommersternbildern als auch der Osthimmel mit den aufsteigenden Herbststernbilder ist arm an hellen Sternen. Tief im Süden leuchten die Planeten Saturn und Jupiter.

 

Die Planeten im September 2021

 

Merkur erreicht am 14. eine größte östliche Elongation. Da er südlicher als die Sonne steht, ergibt sich aber keine Abendsichtbarkeit.

 

Venus wandert von der Jungfrau in die Waage – sie strebt weiter nach Süden und kann ihren Auftritt am Abendhimmel daher kaum ausbauen.

 

Mars wird bis Ende September fast von der Sonne eingeholt; nachts sucht man ihn vergeblich.

 

Jupiter ist in den Wochen nach seiner Opposition immer noch sehr gut zu im Steinbock zu beobachten.

 

Saturn findet man nicht weit von Jupiter entfernt, auch der Ringplanet hält sich derzeit im Steinbock auf.

 

Uranus im Widder findet man nun auch auf unserer Sternkarte. Zur Beobachtung ist aber mindestens ein Fernglas nötig.

 

Neptun im Wassermann nimmt am 14. seine diesjährige Oppositionsstellung ein, jetzt ist der ferne blaue Planet am besten zu sehen. 

 

 

Saturn im Steinbock steht bereits am 2. August in Opposition zur Sonne, ist also die ganze Nacht zu sehen.

 

Uranus im Widder beginnt Ende August seine diesjährige Oppositionsperiode, er geht jetzt vor Mitternacht auf.

 

Neptun im Wassermann geht bereits in den Abendstunden auf. Mitte September wird er in Opposition stehen.

 

Quelle: vds-astro.de

Sternkarte 2021 09
Sternkarte 2021 09
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Mo

02

Aug

2021

Astronomische Momente 2021-August

Sonneneruptionen

 

Elektromagnetische Vorgänge innerhalb der Sonne führen zu koronalen Masseauswürfen, die zwischen 10 und 90 Minuten dauern. Pro Tag lassen sich 5-10 solcher Flares beobachten.

 

Foto: Horst Tremel

Geo: Flörsheim, 12.09.2020 7:40 MESZ

Technik: ASI 178 MM, Lunt Solar System 60 x 500, Skywatcher HEQ5 Sky Scan AVI 10.000 Frames (benutzt 900); Autostakkert3!, GIMP

So

01

Aug

2021

Der Sternenhimmel im August 2021

Der Sternenhimmel im August 2021

 

Im August kann man sich in Ruhe den Sommersternhimmel anzuschauen. Wenn nach 22 Uhr langsam die ersten Sterne auftauchen, lohnt ein Blick an den Nachthimmel. Wer gegen 23 Uhr steil nach oben blickt, wird den hellen Stern Wega im Sternbild Leier sehen. Zwei weitere helle Sterne bilden zusammen mit Wega das „Sommerdreieck“: links von Wega der Stern Deneb im Sternbild Schwan und ein gutes Stück in Richtung Horizont der Stern Atair im Sternbild Adler. Sobald es Mitte August nachts wieder richtig dunkel wird, kann man erahnen, wie sich mitten durch das Sommerdreieck das Band der Milchstraße zieht. Im Osten gehen mit Pegasus und Andromeda die ersten Herbstbilder auf.

 

Tief im Süden, in den Sternbildern Steinbock und Wassermann, machen Saturn und Jupiter auf sich aufmerksam.

 

Die Nacht der Sternschnuppen

Alljährlich kreuzt die Erde vom 10. bis 14. August die Bahn des Kometen „Swift-Tuttle“ und fliegt durch dessen Staubspur. Dringt ein solches Kometen-Staubkorn in die Erdatmosphäre ein, dann verglüht es und huscht als Sternschnuppe über den Himmel. Daher sind Mitte August jedes Jahr besonders viele Sternschnuppen zu sehen. Man spricht von den „Perseiden“ oder auch von den „Laurentius-Tränen“. Die besten Sternschnuppennächte sind vom 11. bis 13. August zu erwarten – das ist nur wenige Tage nach Neumond, daher wird in diesem Jahr der Mond das Schauspiel der Sternschnuppen nicht stören. Besser geht es kaum!

 

 

Die Planeten im August 2021

 

Merkur macht eine weitere Runde um die Sonne, entfernt sich von ihr bis Ende August östlich, eine Abendsichtbarkeit ergibt sich aber nicht.

 

Venus leuchtet in der Dämmerung über dem westlichen Horizont, bleibt aber unauffällig.

 

Mars steht zu nah an der Sonne, um nachts sichtbar zu sein.

 

Jupiter wechselt auf seiner rückläufigen Bahn noch einmal vom Wassermann in den Steinbock. Am 20. August erreicht er seine diesjährige Opposition – beste Beobachtungsbedingungen, wenn nur die südliche Lage nicht wäre.

 

Saturn im Steinbock steht bereits am 2. August in Opposition zur Sonne, ist also die ganze Nacht zu sehen.

 

Uranus im Widder beginnt Ende August seine diesjährige Oppositionsperiode, er geht jetzt vor Mitternacht auf.

 

Neptun im Wassermann geht bereits in den Abendstunden auf. Mitte September wird er in Opposition stehen.

 

Quelle: vds-astro.de

Sternkarte 2021 08
Sternkarte 2021 08
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Frühere Monate der Astronomischen Momente finden Sie im Archiv 

https://www.ruesselsheimer-sternfreunde.de/archiv/