Sa

12

Okt

2019

4. H alpha Treffen 12. Oktober



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Bereits um 10 Uhr standen die ersten Sternfreunde vor der Tür und scharrten mit den Hufen, damit sie endlich ihr Teleskop aufbauen konnten. Für die Sonnenbeobachtung hatten wir nämlich bestes Wetter bestellt. Und Petrus hatte uns erhört!

Mehr als 20 Sonneninteressierte und 7 Teleskope zeigten die Sonne im Licht der H-Alpha Linie sowie im Weißlicht. Da die Sonne immer noch im Minimum verweilt gab es nur vereinzelte Protuberanzen zu sehen. Besonders das 7.000 € Teleskop von Perry hatte es allen angetan. Es zeigte zarte Filamente in einer selten gesehenen Klarheit. 

Das Schöne an solch einem Treffen ist die Tatsache, dass man durch verschiedene Teleskope schauen kann. Jedes war auf die Sonne gerichtet, aber ein jedes zeigte ein leicht anderes Bild im Okular. Darüber und über viele weitere astronomische Themen wurde gefachsimpelt. 

Dabei gab es etliche Neulinge, die noch nie die Sonne durch ein Teleskop beobachtet hatten. Einige Fragen über Teleskope im Allgemeinen tauchten auf und so werden wir uns in der nächsten Astrorunde wieder auf neuen Besuch freuen, Hilfestellungen geben und zahlreiche Fragen beantworten dürfen. Wir freuen uns darauf. 

Gegen 14 Uhr verließ uns das Zeitfenster der Sonnenbeobachtung, will heißen, der Himmel bedeckte sich zusehends und so löste sich das heutige H-Alpha-Treffen langsam auf. Wobei der Autor doch so gerne nochmals durch das nur 360g schwere Hariboteleskop geschaut hätte.
Es blieb ihm heute verwehrt… 

Mathias Reinhard

Bilder von Mathias

Di

01

Okt

2019

Astronomische Momente 2019 - Oktober

Barnard 143/142

 

Der Dunkelnebel Barnard 143 im Sternbild Adler bildet zusammen mit dem darunterliegenden Barnard 142 den so genannten E-Nebel.

 

Foto: Dietmar Leister

Geo:. Puntagorda, La Palma, 15.06.2018, 2:49 Uhr Ortszeit

Technik: Canon EOS 600Da, Canon EF 70-200 L IS USM f4 / bei 200mm f4,5, Astrotrec auf Alustativ, ISO 800, 23 x 2min, DeepSkyStacker, PixInsight

 

Di

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Okt

2019

Der Sternenhimmel im Oktober 2019

Der Sternenhimmel im Oktober 2019

 

Im Oktober hat die Sonne den Himmelsäquator nach Süden hin überquert, daher sind nun die Nächte wieder länger als die Tage. Früh am Abend ist es am Himmel immer noch Sommer, was man gut am Sommerdreieck mit Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler erkennen kann. Zu späterer Stunde – die Sternkarte gilt für 23 Uhr Sommerzeit – steht das große „Herbstviereck“ hoch am Himmel. Drei seiner Sterne gehören zum Sternbild Pegasus, die linke obere Ecke dagegen zur Lichterkette der Andromeda. 

 

Unterhalb von Pegasus und Andromeda stehen die Tierkreissternbilder Steinbock, Wassermann und Fische. Alle drei Sternbilder sind aber nur mit so schwachen Sternen gesegnet, dass man einen ziemlich dunklen Beobachtungsort braucht, um sie am Himmel zu finden. An helleren Sternen in dieser Gegend fällt einzig Diphda im Sternbild Walfisch auf. Sehr nah am Horizont kann man außerdem die helle Fomalhaut im Südlichen Fisch funkeln sehen. Für Hobbyastronomen bieten sich in den Herbstmonaten die fernen Planeten Uranus und Neptun als Beobachtungsziel an.

 

 

Die Planeten im Oktober 2019

 

Merkur ist schnell, entfernt sich von der Sonne und erreicht Ende Oktober seinen größten östlichen Abstand. Trotzdem kann man ihn abends nicht sehen.

 

Venus entfernt sich von der Sonne, taucht dabei aber in südlichere Regionen ein. Bis die Sonne abends untergegangen ist, steht Venus daher schon zu tief. Die Herausforderung am Monatsende: wer findet Venus zuerst über dem abendlichem Südwesthorizont?

 

Mars stand im September zusammen mit der Sonne am Taghimmel und taucht nachts noch nicht auf.

 

Jupiter findet man abends weit im Südwesten, er geht zunehmend früher unter. Die beste Beobachungszeit ist für dieses Jahr vorüber.

 

Saturn im Schützen tut es den südlichen Sommersternbildern gleich, er geht abends bald unter.

 

Uranus erreicht Ende Oktober endlich seine Opposition: der Planet geht mit Sonnenuntergang auf, steht die ganze Nacht über dem Horizont und verabschiedet sich morgens, wenn es wieder hell wird.

 

Neptun hat seine Opposition schon hinter sich und ist daher ein Objekt für die erste Nachthälfte.

 

Quelle: vds-astro.de

Sternkarte 2019 10
Sternkarte 2019 10
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So

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Sep

2019

Astronomische Momente 2019 - September

NGC 6726, NGC 6727 und NGC 6729

 

Das Gebiet um NGC 6726/27/29 in der südlichen Krone zeigt neben 2 Reflexionsnebel eine Dunkelwolke und einen Kugelsternhaufen.

 

Foto: Dietmar Leister

Geo: Puntagorda, La Palma, 15.06.2018, 4:13 Uhr Ortszeit

Technik: Canon EOS 600Da, Pentax SDHF 75/500mm f6.67, Vixen GP-DX auf Alustativ, ISO 1600, 53 x 2min DeepSkyStacker, PixInsight

 

 

So

01

Sep

2019

Der Sternenhimmel im September 2019

Der Sternenhimmel im September 2019

 

Nach den hellen Sommernächten wird es im September wieder deutlich früher dunkel. Bereits gegen 21:30 Uhr kann man die meisten Sternbilder sehen. Senkrecht über uns fällt zuerst der helle Stern Wega auf. Wer später, wenn es ganz dunkel geworden ist, dort noch einmal hinschaut, wird auch das kleine rautenförmige Sternbild Leier erkennen, in dem Wega der hellste Stern ist. Wer die Leier nicht sieht, hat nicht Wega, sondern vielleicht den Stern Atair (Sternbild Adler) oder Deneb (Sternbild Schwan) im Visier. Wega, Atair und Deneb bilden zusammen ein großes Dreieck, das man „Sommerdreieck“ nennt.

 

Mitten im Sommerdreieck und etwas links davon findet man die kleinen Sternbilder Pfeil und Delfin. Sie haben beide keine hellen Sterne, aber da sie so klein sind, fallen ihre Figuren auf den ersten Blick auf. Jetzt macht sich auch die Milchstraße als fahl schimmerndes Band hoch über unseren Köpfen bemerkbar. Sowohl der westliche Teil des Himmels mit den herabziehenden Frühsommersternbildern als auch der Osthimmel mit den aufsteigenden Herbststernbilder ist arm an hellen Sternen. Dafür lenkt der Planet Saturn knapp über dem Südwesthorizont die Blicke auf sich.

 

Die Planeten im September 2019

 

Merkur macht es Venus im August nach, er steht von uns aus gesehen hinter der Sonne. Ergebnis: Merkur ist diesen Monat nicht am dunklen Himmel vertreten.

 

Venus nimmt ganz langsam wieder Abstand zur Sonne, wird von ihrem Licht aber noch überstrahlt.

 

Mars ist nun auch in Blickrichtung zur Sonne, wie Merkur und Venus nicht zu sehen.

 

Jupiter nimmt wieder Fahrt auf, im September macht er seine Abschiedstour am Abendhimmel. Am 6. September steht der Halbmond links des Riesenplaneten.

 

Saturn bewegt sich von uns aus gesehen kaum, er schmückt das Sternbild Schütze und ist geht nun bald vor Mitternacht unter.

 

Uranus ist im Monat vor der Opposition, zur Beobachtung empfehlen sich die Stunden nach Mitternacht.

 

Neptun ist der Star des Monats, denn am 10. erreicht er seine Opposition. Mit einer Helligkeit von 7,8 Größenklassen ist Neptun ein Objekt für Fernglas und Fernrohr. Am 6. September läuft Neptun sehr nah, in nur sechs Bogensekunden Abstand, am deutlich helleren Stern phi im Wassermann vorbei. 

 

Quelle: vds-astro.de

Sternkarte 2019 09
Sternkarte 2019 09
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